Energie vor Ort – Sicher, Unabhängig, Bezahlbar
Wir sorgen dafür, dass alle Bürger*innen und lokalen Unternehmen verlässlich und sicher mit billiger Energie aus Wind und Sonne versorgt sind. Dezentrale Anlagen halten das Geld im Ort, schützen das Klima und machen uns unabhängiger.
1. Windkraft, PV-Projekte & Bürgerbeteiligung
Wir wollen, dass die Gemeinde und die Bürger*innen direkt von der Erzeugung erneuerbarer Energien profitieren.
• „Energiegewinner-Bonus“: Wir fordern die volle Ausschöpfung der finanziellen Beteiligung nach § 6 EEG (bis zu 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde) und die Kombination mit dem Gewerbesteueranteil. (Für zusätzlich gewünschte gewerbliche Anlagen von externen Investoren)
• Zweckbindungsfonds: Einrichtung eines transparenten Zweckbindungsfonds, um diese Erträge für konkrete, lokale Projekte (z.B. Mitfinanzierung des Schwimmbads) zu nutzen.
• Förderung von Energiegenossenschaften: Wir unterstützen Bürgerenergiegenossenschaften (wie die BENG eG in Neuried, die PV-Anlagen auf kommunalen Dächern realisiert) aktiv bei der Planung und Umsetzung von lokalen Projekten, um die Bürgerbeteiligung zu maximieren. Als erstes Ziel wird die ein PV-Bebauung des Daches am Parkdeck des Park and Ride Parkplatzes am Sauerlacher Bahnhof angestrebt.
2. Agri-Photovoltaik (Agri-PV)
Wir ermöglichen Landwirt*innen zusätzliche Einnahmen durch die Kombination von Landwirtschaft und Solarenergie.
• Ausweisung von Vorranggebieten: Sofortige Einleitung eines Verfahrens zur Änderung des FNP und die Aufstellung vorhabenbezogener Bebauungspläne zur Ausweisung von Agri-PV-Vorranggebieten.
• Leuchtturmprojekt Planegg: Wir nehmen uns das Planegger Modell zum Vorbild, wo die größte Agri-PV-Anlage Süddeutschlands auf 8,5 ha in Kooperation mit der Bürgerenergie Unterhaching (BEU eG) entsteht und eine Bürgerbeteiligung ermöglicht. Mit 0 PV-Freiflächen liegt Sauerlach weit hinter dem Landkreis durchschnitt.
3. Kommunale Solarsatzung (PV-Pflicht)
Wir nutzen die gemeindliche Planungshoheit, um die dezentrale Erzeugung auf Dächern zu maximieren.
• Prüfung und Erlass einer Satzung: Wir beantragen die sofortige Prüfung und den Erlass einer Satzung zur Nutzung solarer Strahlungsenergie, die über Art. 44a BayBO hinausgeht.
• Gewerbegebiet: Einführung einer verpflichtenden Solarnutzung für alle Neubauten und bei Dachsanierungen. (Anreizprogramm statt Pflicht)
• Wohngebäude: Ausweitung der Pflicht auf alle neu zu errichtenden Wohngebäude und bei Sanierungen der Dachhaut, um flächendeckend dezentrale PV-Erzeugung zu gewährleisten.
4. Förderprogramm Balkonkraftwerke
Wir ermöglichen allen Privatpersonen die direkte finanzielle Beteiligung an der Energiewende und senken die lokalen Stromkosten.
• Kommunaler Zuschuss: Bereitstellung von Haushaltsmitteln (z.B. 40.000 Euro/Jahr) zur Übernahme des erfolgreichen Münchner Modells: Ein Zuschuss von 0,40 Euro je Wp Modulleistung, begrenzt auf 800 Wp und maximal 50\% der förderfähigen Investitionskosten. 2022 waren in Sauerlach lediglich 5
Balkonkraftwerke (PV-Stecker-Dachanlagen) installiert. (Marktstammdatenregister)
5. Unabhängige Wärmeversorgung (Geothermie/ZES)
Wir machen Bürger*innen unabhängig von teurer fossiler Wärme und sichern die lokale Versorgungssicherheit.
• Kommunale Wärmeplanung (KWP): Wir treiben die KWP voran, um Orientierung für Investitionsentscheidungen und Planungssicherheit zu schaffen.
• Anschluss- und Benutzungssatzung (A&B-Satzung): Nach KWP-Abschluss prüfen wir den Erlass einer A&B-Satzung, um einen Anschlusszwang in definierten Nahwärme-Vorranggebieten sicherzustellen. Dies ist der schärfste politische Hebel, um die Wirtschaftlichkeit des Geothermie-Netzes zu sichern.
• Priorität für Sauerlach: Wir fordern eine verbindliche Vereinbarung mit den Betreibern (z.B. SWM), dass die Priorität der Einspeisung und günstige Preiskonditionen zuerst den Bürger*innen und Unternehmen Sauerlachs zugutekommen.
• Bestandssicherung: Die langfristige Sicherung des bestehenden ZES Biomasse/Geothermie-Netzes ist notwendig, um lokale Versorgungssicherheit auch bei Wartung der SWM-Großanlage zu gewährleisten.
6. Energieberatung und Elektromobilität
Wir helfen bei der Umstellung auf klimafreundliche Heizsysteme und fördern die Elektromobilität.
• Kostenfreie Erstberatung: Schaffung einer zentralen Beratungsstelle im Rathaus/Umweltamt, die allen Bürger*innen eine kostenfreie Erstberatung zu Energiefragen und Fördermöglichkeiten anbietet.
• Elektromobilität: Den Ausbau von Ladesäulen vorantreiben (insbesondere Laternenladermöglichkeiten prüfen) und Ladesäulen als Bedingung für Neuansiedlungen von Firmen festlegen. Mit 21 E-Ladesäulen (Stand 2022) und lediglich einem Carsharingangebot ist hier noch reichlich Luft nach oben.
7. Dezentrale Wärmeversorgung für Arget und Altkirchen
• Technologie-Mix: Aufbau von kleinskaligen Nahwärmeinseln in den Ortsteilen, die die Grundlast durch Solarthermie und die Spitzenlast durch Mikro-Biomasse-Kesselhäuser abdecken.
• Ländliche Abwärme nutzen: Einbindung von Abwärme aus bestehenden Hofbiogasanlagen oder landwirtschaftlichen Betrieben zur Versorgung angrenzender Wohncluster (Hofstellen-Nahwärmeinseln).
• Sicherung der Wertschöpfungskette: Abschluss von Kooperationsverträgen mit den lokalen Land- und Forstwirten zur Gewährleistung einer nachhaltigen und regionalen Versorgung mit Biomasse (Hackschnitzel/Pellets).
• Risikominderung durch Förderung: Nutzung der Bundesförderung Effiziente Wärmenetze (BEW-Modul 1) zur Finanzierung der notwendigen Machbarkeitsstudien, um das finanzielle Risiko für die Gemeinde und die Bürger zu minimieren.[1]
Konkrete politische Umsetzung (Gemeinderatsbeschluss):
• Der Gemeinderat beauftragt die Klimaschutzmanagerin und die Verwaltung, in Kooperation mit der bestehenden Bürger-Energie-Sauerlach eG (BES eG) [2, 1] in den Ortsteilen Arget und Altkirchen Informations- und Gründungsveranstaltungen für eine Wärme-Genossenschaft abzuhalten.
In den Ortsteilen entfachen wir die Wärme, die vor Ort wächst – von Bürgerhand für Sauerlach.
